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Die Amtssprachenregelung


Der Staatsvertrag von Wien - unterzeichnet am 15. 5. 1955 - mit dem Österreich nach Ende des Zweiten Weltkrieges wieder ein souveräner Staat wurde, sieht in seinem Artikel 7 vor, da

"In den Verwaltungs- und Gerichtsbezirken ... des Burgenlandes ... mit ... kroatischer oder gemischter Bevölkerung ... die ... kroatische Sprache zusätzlich zum Deutschen als Amtssprache zugelassen" (ist).

Zwei Jahrzehnte später (1976) beschließt das Parlament ein Volksgruppengesetz, demzufolge die Bundesregierung per Verordnung jene Behörden und Dienststellen festlegen muss, bei denen zusätzlich zur deutschen Amtssprache, die Verwendung der kroatischen Sprache zugelassen wird.

 

Regelung nach Entscheid des Verfassungsgerichtshofes

Erst nach Einschreiten des Verfassungsgerichtshofes regelt die Regierung 1990 den Gebrauch des Kroatischen als Amtssprache.

In dieser Verordnung wurde die Landeshauptstadt Eisenstadt/Željezno nicht berücksichtigt, obwohl zahlreiche Burgenländische Kroaten in der Landeshauptstadt wohnen bzw. arbeiten.