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06.07.2010

»Znanstveni zbornik« 2. Edition

Dieser zweisprachige wissenschaftliche Sammelband gibt einen Überblick über das Schaffen und Wirken des Wissenschaftlichen Instituts der letzten Jahre. Er beinhaltet auch alle Wörter, die von der Sprachkommission normiert wurden.

Zweisprachiger wissenschaftlicher Sammelband

Das Hauptanliegen des Wissenschaftlichen Institutes der Burgenländischen Kroaten, ZIGH, besteht darin, die burgenlandkroatische Sprache vor dem Aussterben zu bewahren und ihren Sprechern die Sprachkompetenz zu erhalten. Wie geschieht das? Jeden Monat finden Sitzungen der Sprachkommission statt. Diese hat sich der Lexikographie verschrieben, also dem Verfassen bzw. dem Weiterführen des burgenlandkroatischen Wörterbuches. Dieses Wörterbuch feiert heuer sein silbernes Bestandsjubiläum. Auch heute noch ist seine Popularität ungebrochen. Deshalb hat das Wissenschaftliche Institut im Rahmen der Sprachkommission seit 1995 dieses äußerst begehrte Basiswörterbuch des Burgenlandkroatischen um mehr als 3000 Lemmata, also Eintragungen, erweitert. All diese Wörter sind im "Znanstveni zbornik" abgedruckt.

Deutschsprachige Artikel

Erstnennung von Kroaten

Was hat der aus Aspang gebürtige Christof mit der Erstnennung von Kroaten zu tun? Der besagte Christoph stahl nämlich im Jahre 1528 in Baumgarten/Pajngrt einem Kroaten zwei Ochsen, aus Verzweiflung und Armut, weiß Karl Kaus, der im ZNANSTVENI ZBORNIK einen Artikel dazu in deutscher Sprache abgefasst hat. Karl Kaus wollte Näheres auch über das Friedhofskreuz mit Pieta in Klingenbach/Klimpuh wissen und recherchierte. Die Ergebnisse können im ZBORNIK nachgelesen werden.

 

Kroaten in Niederösterreich

Auch Wilhelm-Stempin hat die Ansiedlung von Kroaten im Visier. Beim Lesen seines Artikels in deutscher Sprache nehmen wir einen Szenenwechsel ins Marchfeld vor, etwa nach Engelhartstetten/Poturna, nach Essling, das heute dem 22. Wiener Gemeindebezirk einverleibt ist, nach Loimersdorf/ Limištrof, wo sich das Kroatische am längsten halten konnte und es auch heute noch zahlreiche kroatische Familiennamen und Flurnamen gibt. Wilhelm-Stempin führt uns auch nach Orth an der Donau/Šari Grad und nach Wagram, das bis 1890 Kroatisch Wagram/Ogrun hieß.

 

Eberhard Maria Kragel stammt aus Trausdof/Trajštof

Wer wusste schon, dass der Servit und Professor für Dogmatik, Pater Eberhard Maria Kragl, mütterlicherseits aus Trausdorf/Trajštof stammt? Kragl verfasste das in sprachlicher Hinsicht beeindruckende barocke Prosawerk über die vier letzten Dinge, “CSETVERO-VERSZTNI DUHOVNI PERSZTAN”, das von den Kroaten jener Tage viel gelesen wurde. Christian Szivacz hat Kragls Stammbaum unter die Lupe genommen und berichtet Genaures im ZBORNIK.

Identitätsentwicklung kroatischsprachiger Kinder

Ein ganz ein anderes Thema hat Christina Strasser aufgegriffen, welches auch mit Sprache zu tun hat: Sie erforschte die Identitätsentwicklung kroatischsprachiger Kinder in Nikitsch/Filež. Ob nun das Kroatische subjektiv als Bereicherung empfunden wird, ob Deutsch und Kroatisch als gleichwertige Sprachen anerkannt werden, ob das Switchen zwischen den einzelnen Sprachen bei Kindern mit kroatischer Muttersprache problemlos vonstatten geht, lesen Sie in der 2. Edition des Znanstveni ZBORNIK.

Znanstveni ZBORNIK heißt übersetzt "Wissenschaftlicher Sammelband". Agnes Csenar-Schuster (Chefred.): Znanstveni zbornik, ZIGH, Mattersburg 2006; Format: 165 x 235 mm, 136 S. , ISBN 3 901 70612

 

 

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