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20. Jahrhundert


1902:

Erster Bauernkalender "Kalendar svete familije" von Mate Mersich-Miloradić

1907:

 

Rigorose Magyarisierungsgesetze im Schul- und Amtssprachenbereich - Ortsnamen werden zwangsmagyarisiert - die Annahme ungarischer Familiennamen gefördert, Ungarisch wird als Unterrichtssprache eingeführt.

1910:

 

Gründung der "Naše novine", der ersten Wochenzeitung der Burgenlandkroaten

1912:

 

Kroatische Arbeiter aus Hornstein/Vorištan gründen die erste sozialdemokratische Organisation auf dem Gebiet des späteren Burgenlandes

1919:

 

Der kroatische Volkskongress fordert in einem Memorandum bestimmte Autonomierechte.Schwere Auseinandersetzungen zwischen Truppen der ungarischen Räterepublik und kroatischen Bauern in Nikitsch/Filež fordern 2 Todesopfer. Der Ortspfarrer wird zum Redelsführer erklärt und hingerichtet.Tschechischer "Korridorplan"zur Verbindung der Nordslawen mit den Südslawen über die kroatischsprachigen Gebiete des Burgenlandes

1921:

 

Gründung des Kroatischen Kulturvereins in Sopron/ÖdenburgAnschluss des Burgenlandes an ÖsterreichDie Führung des Kroatischen Kulturvereines erbittet in einem Memorandum den Verbleib der 70.000 Kroaten die in 86 Orten leben bei Ungarn

1922:

 

Im Mittel- und Südburgenland werden einige kroatische Grenzgemeinden im Austausch mit deutschsprachigen Gemeinden Ungarn zugeschlagen.

1923:

 

Gründung der Zeitung "Hrvatske novine" in Wien1929:Wiedergründung des Kroatischen Kulturvereines

1934:

 

Gründung des Kroatisch-Burgenländischen Kulturvereins in Wien

1937:

 

Burgenländisches Schulgesetz mit gestaffeltem muttersprachlichen Unterricht nach Bevölkerungsanteilen

1938:

 

Anschluss an Hitler-Deutschland. Die kroatischen Vereine und die Verwendung der kroatischen Sprache an den Schulen wird verboten.In Eisenstadt wird eine Volkstumsstelle errichtet, die regelmäßig über die kroatische Volksgruppe Berichte verfasst. Mit der Leitung der Volkstumsstelle wird Regierungsrat Prof. Paul Eitler betraut.

1941:

 

Ein NS-Umsiedlungsplan für die Burgenlandkroaten wird von burgenländischen Parteistellen vereitelt.

1942:

 

Die NSDAP stellt das Erscheinen der "Hrvatske novine" ein.

1943:

 

Der Priester Mattias Semeliker wird wegen seiner kroatischen Predigt im KZ Dachau interniert.

1945:

 

Eine Abordnung von Kroaten unter der Leitung von Rudolf Klaudus erreicht vom neuen Jugoslawischen Führer Tito die Freilassung burgenlandkroatischer Kriegsgefangener.

1946:

 

Der ehemalige Spitzenkandidat der Hrvatska stranka, der Kroatischen Partei, Dr. Lorenz Karall wird als Abgeordneter der Volkspartei zum Landeshauptmann gewählt.

1947:

 

Im Rahmen der Staatsvertragsverhandlungen fordert Jugoslawien einen Bevölkerungsaustausch oder eine Autonomie für die Kroaten im Burgenland.Gründung der Wochenzeitung "Naš tajednik", die 1960 in "Hrvatske novine" umbenannt wird.In Wien wird der Kroatische Akademikerklub gegründet.

1948/1949:

 

Autonomieforderung der Burgenlandkroaten

1950:

 

Die Ravag in Wien strahlt innerhalb des Programms für Gastarbeiter die erste burgenlandkroatische Sendung aus.

1955:

 

Die Rechte der kroatischen Minderheit im Burgenland werden im Artikel 7 des Staatsvertrages fixiert.

1972:

 

Beschmierungsaktion der ORF-Expositur mit verschiedenen Parolen: Neka se Ťuje i naš jezik (Auch unsere Sprache soll gehört werden). Wir können nicht länger warten. Wer Unrecht sät, wird Gewalt ernten.

1977:

 

Gründung des sozialdemokratischen "Präsidiums der Bürgermeister und Vizebürgermeister der kroatischen und gemischtsprachigen Gemeinden des Burgenlandes". Zum ersten Obmann wird der Abgeordnete Fritz Robak, der sich gegen die Erfüllung der Minderheitenrechte wehrt. gewählt.

1978:

 

Medienkampagne für kroatische Radiosendungen im ORF

1979:

 

Ausstrahlung der ersten monatlichen Radio-Sendung für die Burgenlandkroaten.Gründung der Kroatischredaktion im ORF-Landesstudio Burgenland.Beginn der täglichen kroatischen Radio-Sendungen.

1984:

 

Gründung der Volkshochschule der Burgenlandkroaten.

1987:

 

Durch verschiedene Eingaben erkämpfen kroatische Aktivisten mit Hilfe des Komitees für die Rechte der Burgenländischen Kroaten ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes, wonach Burgenlandkroatisch als zweite Amtssprache im Burgenland verwendet werden kann.

1987/1988:

 

Als Schulversuch wird Kroatisch als Wahlpflichtfach an den Gymnasien eingeführt.

1989:

 

Einführung kroatischer Fernsehsendungen im Regionalprogramm des ORF.Novelle des burgenländischen Kindergartengesetzes - Kroatisch wird als Erzichungssprache berücksichtigt.

1992:

 

Eröffnung des Zweisprachigen Bundesgynasiums in Oberwart/Borta.

1993:

 

Kroatische Organisationen beschicken erstmals den Volksgruppenbeirat zur Beratung der Bundesregierung in Fragen der kroatischen Volksgruppe.Beginn der Brief- und Rohrbombenserie in Österreich, die auch gegen die kroatische Volksgruppe und einzelne Repräsentanten der Volksgruppe gerichtet ist.

1994:

 

Gründung des Wissenschaftlichen Instituts der Burgenländischen KroatenDas Burgenländische Minderheitenschulgesetz wird beschlossen. Es ermöglicht die Abmeldung vom Kroatischunterricht in Mehrheitsgemeinden der Minderheit, aber auch Kroatischunterricht bei 7 Anmeldungen in allen Gemeinden des Burgenlandes